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ersten Aufsetzen dieser Website habe ich unter anderem einen
Vergleich von Raqs Sharqi und Bharata Natyam zusammengestellt.
Mittlerweile gibt es viele Leute, die wissen wollen, was den
nun der Unterschied sei zwischen Raqs Sharqi und Oriental
Tribal Style. Ist OTS jetzt einfach Orientalischer Tanz mit
Turban drauf?
Bei
diesen Beschreibungen habe ich die am weitesten verbreiteten
Versionen berücksichtigt. Natürlich können gewisse Punkte
(z.B. Kostüme) von einigen Tänzerinnen anders gehandhabt werden.
Weitere
ausführliche Informationen findet Ihr auch hier: www.weiberwirbel.ch
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| Stil |
| Raqs Sharqi |

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| Herkunft |
Mittlerer
Osten - Von Ägypten über Libanon und Syrien bis Türkei
wird Raqs Sharqi von allen getanzt - Frauen wie Männer, Kinder
wie Erwachsene.
In seiner Form als Bühnentanz (auf die ich im folgenden eingehe)
wird Raqs Sharqi vor allem von Frauen vorgeführt (mit einigen
Ausnahmen in der Türkei und im Libanon), die aber in den
Herkunftsländern
des Tanzstils ein niedriges soziales Ansehen haben. |
Kalifornien,
USA - Ende der 60er Jahre gründete Jamila Salimpour die
Tanzgruppe Bal Anat, aus der Masha Archer hervorging, die für
ihre Gruppe einen speziellen Stil entwickelte. Ihre Schülerin
Carolena Nericchio arbeitete weiter daran und gründete schliesslich
FatChanceBellyDance, die bekannteste Tribal Style Gruppe.
Es ist ein Fusions-Stil, als Vorbild dienten Stammestänze
aus Gebieten von Nordafrika bis Indien. |
| Formation |
Grundsätzlich
ein Solo-Tanz, improvisiert oder choreografiert.
Wenn Gruppen auftreten, folgen diese einer festen Choreografie. |
Gruppentanz.
Meist wird mit "improvisierter Choreografie" gearbeitet,
das heisst, vorher abgesprochene Bewegungsabläufe werden spontan
zusammengestellt.
Sektionen mit Duo- oder Soloparts sind möglich. |
| Musik |
Klassische
orientalische Tanzmusik ist komplex mit Rhythmus- und Tempowechseln
sowie Akzenten. Heutzutags wird auch orientalische Popmusik
verwendet. |
Einfache,
folkloristische Musik mit gleichbleibendem Rhythmus. Neben arabischer
wird auch indische oder mittelalterliche europäische Musik verwendet. |
| Bewegungen |
Die
Tänzerin drückt die Musik aus. Sie folgt den Instrumenten und
Akzenten. Ihre Bewegungen können genauso komplex und vielschichtig
sein wie die Musik.
Die Arme sind weich und fliessend, folgen eher der oben-unten
Achse. |
Die
Musik wird nur teilweise ausgedrückt. Bewegungen werden einfach
gehalten und in Wiederholungen von 2er, 4er oder 8er Blöcke
aufgeteilt.
Die Armhaltung ist sehr klar und weit. Bewegungen sind kraftvoll
und werden exakt und in der Gruppe synchron ausgeführt. |
| Kleidung |
Ein-
oder zweiteilige Kostüme aus Chiffon oder glänzenden Stoffen,
mit Perlen, Strass und Pailletten bestickt.
Dazu wird gerne Strass-Schmuck getragen. Die Haare sind offen,
ev. mit Haarband. |
Weiter
Rock, darunter Pumphose, darüber Fransentücher, Bommelgürtel.
Oben ein Choli (Kurzbluse). Um den Kopf wird ein Turban gewickelt.
Die Materialien wirken natürlicher.
Dazu kommt möglichst viel ethnischer Schmuck. |
| Accessoires |
Manche
Tänzerinnen (vor allem in der Türkei) begleiten sich beim Tanz
mit Zimbeln. Vor allem für das Entrée wird gerne ein Schleier
verwendet.
Für folkloristische Einlagen (Saïdi) wird mit dem Stock getanzt. |
Zimbeln
sind bei den meisten Gruppen die Norm, sie werden den ganzen
Auftritt hindurch getragen. Gerne werde auch Säbel verwendet,
ausserdem Körbe, Töpfe usw. |
| Tänzerischer
Ausdruck |
"Schaut
mich an, ich tanze für Euch!"
Je nach Persönlichkeit kann die Tänzerin kokett,
dramatisch, temperamentvoll oder elegant wirken.
Fokus auf die Zuschauer oder bei langsamen Stücken in
sich selbst.
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"Wir
tanzen zusammen und Ihr dürft zuschauen!"
Die Gruppe wirkt kraftvoll, respekteinflössend, voller
gemeinsamer Energie.
Fokus sowohl auf die Zuschauer als auch auf die Mittänzerinnen. |
| Video-Clips |
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